Warum hat das Bachsiegel etwas mit Bach zu tun?

torsten schrieb's. Am 28. Juli 2010 um 6:54 Uhr.

Die einzige Neuausgabe  im Jahr 1950 wurde dem 200. Todestag Johann Sebastian Bachs gewidmet.

Den meisten Bund- Sammlern sind diese beiden Marken als  „Bachsiegel“ vertraut.

 

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Bund 1950 Mi Nr. 121- 22

Was verbirgt sich hinter diesem Siegel? Warum soll das von Bach sein? Ganz einfach. In diesem Siegel wurden zweimal die Anfangsbuchstaben seines Namens versteckt.

 

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 JSB in Normalschrift  
                  von links oben nach rechts unten                      

                                  

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 JSB in Spiegelschrift 
von rechts oben nach links unten

 

Alle Buchstaben zusammen ergeben das bekannte Bachsiegel.

Über das Institut der Philatelie (IP) von 1947

torsten schrieb's. Am 24. Juli 2010 um 8:28 Uhr.

Jeder kennt diese Marke, oder hat sie schon einmal gesehen. Kaum einer weiß aber, was die Buchstaben „I“ und „P“ auf der Weltkugel bedeuten.

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Das Institut für Philatelie (IP) wurde am 4.Oktober 1947 in Cottbus gegründet. Ziel war die Förderung, Pflege und Verbreitung der Philatelie. Die Arbeit wurde in acht Punkten gegliedert:

Punkt 1
Forschungsergebnisse werden über Fachzeitschriften veröffentlicht. Darüber hinaus soll es Lehrbücher, Handbücher und Kataloge geben.

Punkt 2
Aufbau einer philatelistischen Bibliothek

Punkt 3
Archivierung von philatelistischen Belegen auf Fotos und Dias

Punkt 4
Aufbau von Spezial- und Forschungssammlungen
Beschaffung aller Neuheiten der Welt

Punkt 5
Fälschungsbekämpfung

Punkt 6
Berichte und Informationen an die Fachpresse
Werbung und Aufklärung in der Tages- und Fachpresse

Punkt 7
Zusammenarbeit mit philatelistischen Autoren und Organisationen
im In- und Ausland.

Punkt 8
Einbindung von prominenten Philatelisten des In- und Auslandes.
Ehrungen für hervorragende Leistungen

 

Vom 10.- 13 Juni 1948 fand in Cottbus der 1. Cottbusser Philatelisten Congreß statt. Aus diesem Anlass wurde ein Sonderumschlag herausgegeben. Eigenwillig ist die Gestaltung des Gebühr- bezahlt Stempels.

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      (2) COTTBUS  Philatelisten Congress  10.-13.6.1948

 

Zur ersten Tagung der AG am 31. Juli 1948 wurde der Tag der Briefmarke auf den 24.10.1948 festgelegt. Dieser Tag soll entsprechend gewürdigt werden u.a. mit der Herausgabe eines neuen Postwertzeichens mit dem Logo IP. Der Erlös dieser Zuschlagsmarke soll dem Philatelistischen Institut zugute kommen.

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Sonderstempel (2) COTTBUS 1  24.10.48
INSTITUT FÜR PHILATELIE

Kurzes “s” oder auch die Geschichte vom “Röschenhof”

torsten schrieb's. Am 20. Juli 2010 um 8:03 Uhr.

Rechtschreibfehler, wie bei Bertold - Entschuldigung Bertolt Brecht (DDR Mi. Nr. 593-94), sollten in der Regel nicht passieren. Viele Kontrollen muss eine Marke über sich ergehen lassen, bis es zum Druck kommt. Dazu gehört in der Regel auch der Begleittext auf der Marke.

Der Text auf der unten gezeigten Postkarte ist in Fraktur geschrieben. Bei so einem Schriftstil sind allerdings Regeln zu beachten.

Das orthografisch falsche kurze „s“ in “Märkisches Museum“ verlangt das lange „ſ“ als Anlaut oder Mitlaut. Das kurze „s“ steht meistens am Ende. 

In der heute nur noch gebrauchten Antiqua- Schrift gibt es das lange „ſ“ nicht mehr. Grund dafür ist unter anderem die Verwechslungsgefahr mit dem kleinen „f“.

 

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DDR P95 richtig geschrieben: Märkisches und Museum mit langen „ſ“

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DDR P95 falsch geschrieben: Märkisches und Museum mit rundem „s“

Praktisches Beispiel aus dem Preußischen Rentenamt von 1822
Schrift ist in Fraktur, das lange „ſ“ wurde hervorgehoben:

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Sollten frühere Realansprüche zur Eintragung auf gedachte Grundstücke angemeldet seyn, so wird das Vorzugsrecht derselben bestritten, und es werden dem Königl. Fiskus seine Rechte dieserhalb vorbehalten.
Schleusingen, den 25. Dezember 1822
Das Königl. Preuß. Rentenamt

Ein Radioklassiker ist der Röschenhof, der die ganze Problematik wunderbar vorführt.


Röschenhof  (Rös – chen – hof)  mit kurzem s
oder
Rö ſchenhof (Röschen – hof)  mit langem s

das ist hier die Frage. Die Lösung ist ebenso überraschend wie verblüffend.

“…rückständige Miete für das Gefangenenlager auf meinem Grundstück in Arnsdorf…”

torsten schrieb's. Am 17. Juli 2010 um 7:33 Uhr.

Der Postverkehr in Sachsen wurde nach Kriegsende bis auf wenige Ausnahmen kaum unterbrochen. Mit der Maßgabe, das Kopfbild unkenntlich zu machen, entstanden die verschiedensten Formen der Schwärzungen, die von Spezialsammlern gesucht sind. Innerhalb von Sachsen gab es drei Gebiete, die das Einsetzen der Schwärzung und die Dauer der Verwendung unterschiedlich handhabten: Reichspostdirektion Dresden, Chemnitz und Leipzig.

Unten gezeigte Postkarte aus Sachsen nach Dresden zeigt die unterschiedlichen Handhabung der Verfügungen. Während in Chemnitz die Schwärzung zum Zeitpunkt des Postversandes noch galt, war sie in Dresden schon beendet.

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  Arnsdorf 27.6.(45) mit Nachgebühr

„…Alle nach dem 20.6. noch  mit den bisherigen Marken freigemachten Sendungen sind als nichtfreigemacht zu betrachten…“

Quelle: „Die sächsischen Schwärzungen 1945“ Bd. 1 Seite 160, Vf. OPD Dresden vom 19.6.45 – I. ehem. VerwA BDP Dresden, Soz., Nr. 41, Bl. 6

Die Nachgebühr, die sofort vom 21. Juni 1945 erhoben wurde, betrug den einfachen Portosatz (hier 6 Rpf.)

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  Rückseite

„…teile Ihnen mit, dass ich den Betrag überweise, sobald wir vom Herrn Landrat zu Dresden die rückständige Miete für das Gefangenenlager auf meinem Grundstück in Arnsdorf angewiesen wird….“

Auslandspost mit nachträglicher Gebühr

torsten schrieb's. Am 14. Juli 2010 um 8:03 Uhr.

Ein Brief ins Ausland ist immer eine spannende Sache. Kommt der Brief gut an? Geht auch nichts verloren? Wenn dann eine Karte im Briefkasten liegt, wie unten abgebildet, ist leichte Aufregung vorprogrammiert. Was ist passiert?

Nichts Schlimmes. Das verklebte Porto auf dem abgesandten Brief stimmte nicht. Anstelle der erforderlichen 2,90 DM klebten nur 1,10 DM auf der Postsendung. Das schien allerdings so häufig vorzukommen, dass extra spezielle Karten dafür gedruckt wurden. Sie hießen: „Ergänzung der Freimachung von Briefsendungen nach dem Ausland“ Klingt fasst ein bisschen so wie das Lied von Reinhard Mey „Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars“

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 KÖLN BPA 5  30.1.74 Gebührenfreie Postsache
 Nachgebühr mit Blaustift über 180 Pfennig vorschriftsmäßig über die ganze 
 rechte Hälfte der Postkarte niedergeschrieben.
 

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  Rückseite der Postkarte
  Information des Bahnpostamtes Köln an den Absender, welches das Porto  
  bereits verauslagt hatte und bittet, die Gebühr nachträglich zu zahlen

Bei der Deutsche Post sind keine Hinweise mit dem Umgang von unzureichend frankierten Briefsendungen ins Ausland im Internet zu finden.
In den AGB, gültig ab Januar 2010: Brief International  Österreich stand unter:

 1.6.6. Unzureichende Freimachung:
„Nicht oder unzureichende Briefsendungen in das Ausland werden dem Absender grundsätzlich zur Ergänzung der Freimachung zurückgegeben. Es steht der Post jedoch frei, auch ohne vorherige Benachrichtigung des Absenders solche Sendungen nach Ergänzung oder Nachholen der fehlenden Freimachung zu befördern und den ausgelegten Betrag zuzüglich eines Einhebungsentgelts vom Absender einzuziehen….“  

Weiterer Text auf der Rückseite der Karte:
„Ärger und Verdruss können Sie sich und dem Empfänger Ihrer Sendung ersparen, wenn Sie Ihre Briefsendung richtig freimachen, wofür wir Ihnen verbindlich danken. Eine Hilfe für die richtige Freimachung kann für Sie vielleicht das Postgebührenheft sein, dass die wichtigsten Postgebühren enthält. Es ist an den Postschaltern für 20 Pf zu haben. Hochachtungsvoll Ihr Postamt.“


Schlecht nur, wenn der Brief bei der Abgabe am Postschalter von dem Postbeamten falsch freigemacht, oder die falsch vorfrankierte Postsendung nicht am Schalter erkannt wurde.

Wer hat eigentlich die Postbeamten geschult?
Auslandspost Nachgebühr
 

Ein Umzug von anno 1946!

torsten schrieb's. Am 11. Juli 2010 um 7:32 Uhr.

Für Wohnungsumzüge gibt es viele Gründe. Der eine zieht aus seinem Elternhaus. Ein anderer findet Arbeit in einer anderen Stadt. Der Zeitsoldat zieht an einen anderen Standort. Der Student sucht sich eine Wohnung in der Nähe der Universität. Es gibt viele Gründe, um sich eine neue Wohnung zu suchen.

1947 war ein Umzug mit vielen bürokratischen Hürden verbunden. Es gab Zonengrenzen, die nicht so einfach überschritten werden konnten. Am 5. Juli 1946 sperrten die Britten offiziell den Übergang von der Sowjetzone in die britische Zone. Dadurch entwickelte sich ein illegaler Grenzverkehr. Straßen wurden bewacht. Dreisprachige Schilder mit der Aufschrift „Englisch- russische Demarkationslinie wiesen darauf hin, dass eine Zonengrenze passiert wird. Wenn jemand den Grenzübergang geschafft hatte, dann nur mit den allernötigsten persönlichen Sachen, die man tragen konnte.

Ein Umzug musste bei der örtlichen Besatzungsbehörde genehmigt werden. Dazu brauchte man Unterlagen, ein Transportunternehmen, Geld und Geduld.

Im nachfolgenden Beispiel beabsichtigte eine Frau Haller aus Chemnitz zur Zeit Heiligenstadt (Russische Zone- Thüringen) nach Westerhold Westfalen (Britische Zone) zu ziehen. Der Antrag ist Zweisprachig: in Deutsch und Russisch.

„Hierdurch wird mitgeteilt, dass die Absicht besteht, folgende Waren zu verkaufen und aus der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands in die britische Besatzungszone Deutschlands zu liefern:

Möbel und Hausrat lt. beiliegender Aufstellung.
Nettogewicht:  550 kg
Wert:    RM 1500.-
Antragsteller: Friedrich Kunz

Entscheidung des Kreisrates des Landkreise Worbis

Die oben angeführten waren sind der Firma Kunz zur Lieferung aus der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands in die britische Besatzungszone Deutschlands über jeden zugelassenen „Grenz- Kontrollpunkt“ genehmigt.

Heiligenstadt, 20.10.1947

Möglicherweise hängt dieser Umzug damit zusammen, dass am 15. Mai 1947 das Umsiedler- Durchgangslager von Heiligenstadt und Eisenach geschlossen wurde.
 

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Vorderseite der Erklärung in Deutsch

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Rückseite der Erklärung in Russisch

Kreativ gestaltete Umschlag-Logos von damals!

torsten schrieb's. Am 8. Juli 2010 um 7:12 Uhr.

Bei der Gestaltung der Briefköpfe haben sich leider nur wenige Firmen große Mühe gegeben. Die meisten Firmen waren mit dem Abdruck eines einfachen Firmenstempels zufrieden. Manchmal hält man auch einen Umschlag ungläubig in der Hand und fragt sich: Wer oder was ist hier eigentlich gemeint?

Bei dem hier abgebildeten Umschlag ist alles klar:
Der Absender schlachtet Pferde und verarbeitet das entstandene Fleisch zur Wurst. Und wer hätte das gedacht. Das alles passiert in einer eigenen Kühlanlage.

Heute gehört Pferdefleisch eher zur Ausnahme. Es wird selten angeboten, weil es noch immer unter dem Bann des „Armeleuteessen“ steht. Derweilen gehört Pferdefleisch zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheitsgeschichte.

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Weida  a  8.10.45  5-6N

Nicht immer erschließt sich auf den ersten Blick, was abgebildet ist. Welchem Berufszweig könnte der Absender angehören. Dabei sind es gerade solche Briefumschläge, die sehr dekorativ gestaltet sind.

Man könnte meinen, es sei einfach einen Briefkopf zu gestalten, der mit einem Bild den Beruf des Absenders widerspiegelt. Weitgefehlt. Damals fehlten allerdings auch Computer und Werbefachmänner oder –frauen.
 

fr.jpg 

LOMMATZSCH LAND 1.2.46  -15

 

Was wird hier produziert? Ist ein Kamin abgebildet? Ein metallisches Erzeugnis? Ein Lüftungsteil? Wer weiß mehr?

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COSWIG (ANH) c 5.2.46  -10

Womit haben die Gebrüder Schneider aus Coswig ihr Geld verdient? Waren es Obsthändler? Haben Sie Wein angebaut? Ich weiß es nicht.

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GEHREN (THÜR)  a  13.2.46  -17

Auch hier ist eine genaue Zuordnung zum Beruf schwierig. Ein großes Gebäude wurde dekorativ abgebildet mit einem Wappen daneben. Handelt es sich hier um eine Versicherung oder um ein Produktionsgebäude?
Sollte der eine oder andere Leser wissen, wer sich hinter diesen Absendern verbirgt, darf sich gern bei mir melden.

Bestimmt befinden sich in den Sammlungen der Leser ebenfalls Briefumschläge mit verwirrenden und nichtssagenden Bildern. Nur hat bis jetzt noch niemand darauf geachtet. Schauen Sie sich doch mal in Ruhe Ihre Briefe an. Ich bin mir sicher, es wird Ihnen der eine oder andere Umschlag in die Hände fallen.
Für Zusendungen bin ich dankbar. Ich werde die Schönsten veröffentlichen.

Robert Schumann

torsten schrieb's. Am 5. Juli 2010 um 7:00 Uhr.

Die Stadt Zwickau ist im Schumann Fieber. Der bekannte Musiker feiert in diesem Jahr am 08. Juni seinen 200. Geburtstag.

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Als jüngster von fünf Geschwistern fing er frühzeitig an, sich mit Musik zu beschäftigen. Bereits mit 12 Jahren schrieb er seine erste Komposition.

Nach einem erfolgreichen Abitur begann er ein Jura Studium, entschied sich aber doch für die Musik. Dabei wird Friedrich Wieck sein Leben verändern und bestimmen. Schumann begann Klavier zu spielen. Bald übertrieb er aber so sehr, dass er Lähmungserscheinungen an einem Finger bekam. Er intensivierte daraufhin seine Kompositionen und schrieb für eine Musikzeitschrift. Am 12.September 1840 heirate er Clara Wieck, die Tochter seines Klavierlehrer Friedrich Wieck. Der zukünftige Schwiegervater machte es den Beiden alles andere als leicht.

                      

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Bund Mi. Nr. 234    

 

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Bund Mi. Nr. 2797

 

Am 27. Juli 1856 starb Schumann im Alter von 46 Jahren in Endenich bei Bonn. Er hinterlässt der Musikwelt zahlreiche Klavierstücke, Sinfonien, Orchesterwerke, Kammermusik, eine Oper und zahlreiche Lieder.

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Über die Erfindung vom (weißen) Gold

torsten schrieb's. Am 2. Juli 2010 um 9:00 Uhr.

Anfang des Jahre 2010 geisterte in der Presse eine Meldung herum: Böttger sei nicht der Erfinder des Hartporzellans, sondern ein unbekannter Engländer. Angeblich fand man Hartporzellan aus dem Jahr um 1680. Das alles klang nach einem geschickten PR- Gag, denn die Stadt Meißen hat Grund zum feiern.
Am 6. Juni 1710 wurde die erste Produktionsstätte für die Herstellung von Porzellan auf der Albrechtsburg eröffnet.  Vorausgegangen waren zahlreiche Versuche von Böttger und Tschirnhaus, dem Vordenker. Eingesperrt in einem Verließ, bei sengender Hitze und schlechter Luft, versuchten sie aus einfachen Zutaten wie dem Kaolin, etwas Wertvolles herzustellen. Herausgekommen ist kein Gold, sondern  das heute in vielen Ländern der Erde begehrte Meißner Porzellan mit den gekreuzten Schwertern.

 

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DDR Ausgabe Mi. Nr. 3241- 44

Meißen feiert am 6. Juni 2010 seinen 300. Jahrestag der Gründung der ersten Meißner Manufaktur.

In der Stadt Meißen werden nachfolgend abgebildete Ansichtskarten vertrieben:

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Gruß aus Meißen 1000 jährige Porzellan und Weinstadt;

man beachte: Meißen ist nur als Weinstadt 1000 Jahre alt.
 

 

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Fachjournalist äußert sich zu dubiosen Münzenverkäufen im TV

torsten schrieb's. Am 30. Juni 2010 um 7:24 Uhr.

Endlich einmal bezieht ein Journalist der numismatischen Fachpresse Stellung zu den vielfach unsäglichen Münzenverkäufen in den deutschen Fernseh-Verkaufskanälen. Mit Helmut Kahnt, Chefredakteur der Zeitschrift “Münzen & Sammeln“, bezieht ein anerkannter Fachmann konkret und unmissverständlich Stellung zu den sehenswerten, aber sicherlich nicht einkaufswerten Verkaufspraktiken der TV-Shops. Hier werden einmal mehr lackierte Münzen, “Hochhaus-Münzen” und andere moderne Wegwerf-Metalle gewagt vollmundig angepriesen.

 Wer das gesamte Interview von Herrn Kahnt (Autor und Ko-Autor maßgeblicher deutscher Münzliteratur) lesen möchte, der schaut bitte hier unter “Münzenramsch beim Teleshopping“.

Wir haben bereits vor knapp einem Jahr hier unter dem Titel “Die Metamorphose von Mist oder der Gegenwert-Check” konkrete Empfehlungen beim Erwerb von Münzen und Briefmarken geliefert.