100. Todestag: wer war Johann-Gottlieb Fichte?

| Keine Kommentare

Wer gegen den Strom schwimmt ist entweder verrückt, mutig oder ein Visionär. In diesen Tagen jährt sich der 200. Todestag von Johann Gottlieb Fichte (1762-1814). Fichte, als erstes von insgesamt 8 Kindern, erlebte von Anfang an, in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Diese Zeit prägte sein weiteres Leben. Intelligenz und Wissbegierigkeit waren dabei seine wichtigsten Werkzeuge, um in den schwierigen Zeiten zurechtzukommen. Deutschland war in viele kleine Staaten zersplittert. Zwischen jedem Kleinstaat mussten Wegezölle bezahlt werden. Jedes Land hatte seine eigene Währung und sein eigenes Maß. Der Philosoph Fichte plante für seine Zeit etwas Sensationelles. Er wollte eine staatlich organisierte Schulbildung ohne Standesprivilegien schaffen. Er erkannte, dass es wichtig war, Bildung allen Menschen zugänglich zu machen. Ihm selbst blieb ein akademischer Abschluss verwehrt, als plötzlich sein Förderer starb. Sein weiteres Tun war hauptsächlich geprägt vom Philosophen Emanuel Kant.

Fichte

Gedenken zum 100. Todestages 1914.
Nur wenige Porträts von Johann Gottlieb Fichte sind bekannt.

Sein Durchbruch gelang ihm mit dem Aufsatz: „Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung.“

Fichte_RS

Postkarte Rückseite BERLIN 24 c 31.1.14 10-11-V

Den Aufbruchgedanken in Europa, erlebte er noch mit. Er starb am 29. Januar, drei Monate nach Ende der Völkerschlacht bei Leipzig.

„Die Wissenschaft hebt allen Glauben auf und verwandelt ihn in Schauen.“

Fichte FDC Umschlag

DDR FDC Mi. Nr. 889-90

Schreibe einen Kommentar