250. Geburtstag von Johann Gottfried Schadow

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Am 20. Mai 2014 jährt sich der 250. Geburtstag des bedeutensten klassizistischen deutschen Bildhauers Johann Gottfried Schadow (20.5.1764 bis 27.1.1850). Sein bekanntestes Kunstwerk (Foto) ist vor den vielen Baukränen kaum auszumachen.

Schadow Quadriga eigenes Foto_1

Aufnahme aus dem Jahr 2013

Der Entwurf der Quadriga wurde vom Hofkupferschmied Jury ausgeführt und 1791 auf das fertiggestellte Brandenburger Tor gebracht. Auf dem von vier Pferden gezogenen Wagen stand zunächst die Friedensgöttin Eirene. Erst Karl- Friedrich Schinkel erhob 1814 die Friedensgöttin mit Eichenlaubkranz und Eisernem Kreuz zur Siegesgöttin.

Schadow Berlin_1967_306

Berlin Mi. Nr. 306
Abb. Kopf der Siegesgöttin Viktoria
mit den Gesichtszügen (?) der Prinzessin Luise

Schadow Quadriga eigenes Foto mit Marken

Blick von der Ostseite Berlins

Kleiner geschichtlicher Abriss:
1806 lies Napoleon die Quadriga demontieren. Sie kehrte erst 1815 unter großem Jubel der Berliner Bevölkerung wieder zurück.
Nach dem II. WK 1945 blieb nur ein Pferdekopf übrig.
1957 wurde die Figur, ohne Eisernes Kreuz und Preußenadler, neu geschaffen.

Brandenburger Tor Original Trabi 64-90

Kartenausschnitt der Quadriga ohne Eisernem Kreuz und Preußenadler

1989/90 rissen Vandalen Blätter und Zaumzeug ab.

Das Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Frederike von Preußen zählt zu den schönsten klassizistischen Skulpturen die Schadow geschaffen hat. Die Schwestern waren die Töchter des Herzogs Karl von Mecklenburg Streelitz.

Schadow DDR 1989 3250-51

DDR Mi. Nr. 3250-51
Die Prinzessinen Luise und Prinzessin Frederike wurden von
Schadow 1794 in einer lebensgroßen Marmorfassung porträtiert.

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