Großbauvorhaben Schwarze Pumpe

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Wenn in einem Tagesstempel das Wort „Großbauvorhaben“ und das über viele Jahre steht, erinnert das sehr an heutige Großbaustellen wie „Stuttgart 21“ oder der Flughafenbau „BER“ in Berlin.

Zwischen Spremberg und Hoyerswerda entstand in den 50er Jahren der damaligen DDR ein Braunkohlekraftwerk, das vor allem Strom für die wachsende Schwerindustrie liefern sollte. Am 23. Mai 1955 wurde der Bau von höchster Stelle beschlossen. 3 Monate später erfolgte der erste Spatenstich. Um die vielen Arbeiter unterzubringen, wurde 1957 für die Neustadt Hoyerswerda der Grundstein gelegt. 1959 ging die Schwarze Pumpe ans Netz. 1973 verarbeitete man erstmalig russisches Erdgas.
Quelle: Chronik des Kombinats Schwarze Pumpe

Schwarze Pumpe 1958

Zentraler Kurierdienst (ZKD)
SCHWARZE PUMPE 1 27.8.58 c GROSSBAUVORHABEN

1966 wurde, trotz Fertigstellung, der Stempel „Großbauvorhaben“ immer noch verwendet, wie der u.a. Beleg zeigt.

Schwarze Pumpe 1966

SCHWARZE PUMPE 1 07.11.66 pe GROSSBAUVORHABEN

Die Ära Schwarze Pumpe endete 1997, als das Kraftwerk wieder abgerissen wurde.

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