Massaker von Sétif in Algerien

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Als in Deutschland am 8.5.1945 mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde der Zweite Weltkrieg für beendet erklärt wurde, geschah in Algerien, fast unbemerkt von der Welt, ein Verbrechen, das sich als „Massaker von Sétif“ in die Geschichte Algeriens eingebrannt hat.

Algerien 8.5.45

Algerien Mi. Nr. 667

Am 8. Mai 1945 hatte auch das algerische Volk Anlass zum Feiern. Mitglieder einer 1939 aufgelösten Partei (PPA) demonstrierten aus Protest, weil es bei einer Kundgebung am 1. Mai 1945 bei Zusammenstößen mit der Miliz Tote gegeben hatte. Aus Rache machten die Algerier Jagd auf Bewohner des Europaviertels. An diesem Tag wurden 28 Franzosen getötet. Die Gendarmerie konnte der Gewalt wenig entgegensetzen. Rasch verbreitete sich der Aufstand der unter dem Motto stand: „Algerien den Arabern!“. Die Antwort der Franzosen war ein totaler Terror. Anführer und Teilnehmer der Demonstration wurden verhaftet und mit Schnellverfahren zu hohen Haftstrafen, einige zum Tod verurteilt. Bis Ende Mai 1945 wurden tausende Araber in Sétif, Guelma und Kherrata getötet. Algerien selbst spricht von 45.000 Opfern.

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