Schiffspostsammeln ist spannend

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Nachfolgend abgebildet sind drei Schiffpostbelege, die zeigen sollen, dass das Sammeln von Schiffpostbelegen durchaus nicht langweilig sein muss.

Beim ersten Beleg geht es um das Sperrwaffenversuchsboot „Adolf Bestelmayer“. Von der Kennung Y 881 ist nur bekannt, dass fünf weitere Versuchsboote mit gleicher Kennung 1943 in den Dienst gestellt wurden. Nachzulesen im Forum für Historiker, Schiffsfreunde und Modellbauer.

Schiffspost Sperrwaffenversuchsboot

233 ECKERNFÖRDE -1.4.80 -11

Beim zweiten Beleg spielte ein bayrischer Politiker eine nicht unwichtige Rolle. Dr. h.c. Alfons Goppel (1962-1978) besuchte 1978 den Zerstörer „Bayern“. Mit insgesamt 16 Dienstjahren ist er bis heute der dienstälteste Ministerpräsident Bayerns. Bereits ein halbes Jahr später übernahm Franz-Joseph Strauß seine Amtsgeschäfte.

Schiffspost Minister an Bord

294 WILHELMSHAVEN 1 19.4.78 -18

Bei dem letzten Beleg wird es knifflig. Auf dem Umschlag ist ein Schiff abgebildet mit den Namen MS „Estonia Leningrad“ Mit der Estonia verbindet man automatisch das Schiffsunglück von 1994 mit seinen über 800 Opfern. Das ist die höchste Opferzahl in der Geschichte der Nachkriegsschifffahrt. Und doch handelt es sich hier um ein anderes Schiff.

Die in Betracht kommende Estonia wurde in Deutschland gebaut, um sie später als Fährschiff zwischen Deutschland und Norwegen einzusetzen. Der Beleg stammt aus dem Jahr 1977. Das sind 3 Jahre vor (!) dem Bau des Unglückschiffes.

Um welches Schiff es sich hier handelt, lies sich leider nicht ermitteln.

Schiffspost Estonia

MS „ESTONIA“ Leningrad 5000 BERGEN 11.7.77 16-21

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