Über den geliebten Räuber „Braunkohle“ in der Lausitz

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Wenn der schwedische Konzern Vattenfall viel Geld bezahlt um in der Lausitz an die Braunkohle zu kommen, stellt sich unweigerlich die Frage: Lohnt sich der ganze Aufwand? Alle Menschen, ob jung oder alt, müssen umgesiedelt werden. Die Leute, die im Tagebau arbeiten, müssen entlohnt werden. (allein in der Lausitz gibt es über 8.500 Arbeitnehmer) Nach dem Abbau der Kohle beginnt die Rekultivierung. Wenn die Restlöcher sich mit Wasser füllen, entstehen Seen, die später viele Urlauber anziehen sollen.
Die Antwort lautet: Ja der Aufwand lohnt sich. Jährlich werden allein in der Lausitz bis zu 60 Millionen Tonnen Braunkohle abgebaut. Doch die Gegenstimmen und Proteste werden immer lauter. Seit 1924 sind 136 Orte einfach von der Landkarte verschwunden. Insgesamt verloren über 20.000 Menschen unwiederbringlich ihre Heimat. Die neugebauten Häuser können den Umsiedlern nicht das Heimatgefühl geben. Zurück bleibt nur ein bitterer Beigeschmack.

Ende der 50er Jahre widmete sich die DDR mit einer Sonderausgabe der Braunkohlenförderung als wichtigster Energielieferant.

verlorene Orte Braunkohle bearbeitet

DDR Mi. Nr. 569-70

Buchwalde bei Senftenberg fiel 1932 den Abrissbaggern zum Opfer. Die wenigen Postkarten die es noch gibt, zeugen von einer Vergangenheit, die so seit langem nicht mehr existiert.

verlorene Orte Buchwalde Postkarte

Seltene Postkarte aus einem Ort, den es nicht mehr gibt.

„Gott hat die Lausitz geschaffen, aber der Teufel hat die Kohle darunter gelegt.“

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