Über Flecken, Putzfrauen und Kunst

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Stellen Sie sich vor, sie sind Putzfrau in einem Museum. Dort sind Sachen ausgestellt, bei denen Sie der Meinung sind, dass es alles Müll sei. Schauen Sie sich dazu u.a. Foto an. Denken Sie nicht auch bei diesem Anblick: „Was für ein Durcheinander, und da in der Mitte die Toilette, die sollte wenigstens sauber sein.„Dieser Putzwahn kann Sie teuer zu stehen kommen. Im schlimmsten Fall werden Sie als Putzfrau für die Beschädigung eines Ausstellungs-stückes zur Rechenschaft herangezogen.

Industrieausstellung Müll_Markierung

Deutsche Industrie (!) Ausstellung in Berlin 1972
Das Ausstellungsstück „Müll macht’s möglich“ stammte aus den USA

Kaum zu glauben. So ähnlich ist es wirklich passiert, als eine Putzfrau 2011 in Dortmund ihren Job zu ernst nahm. Das Ausstellungsstück war ein Turm aus mehreren Holzplatten. Auf dem Boden darunter befand sich ein weißer Trog aus Gummi. In dem Trog befand sich ein hässlicher Kalkfleck. Ein Fleck, der in den Augen der eifrigen Putzfrau sofort beseitigt werden musste. Dass ausgerechnet diese Stelle der Hauptbestandteil der Kunst war, konnte sie nicht ahnen. Später wurde ein Schaden mit 800.000,- € beziffert. Ein Schaden, der nicht wieder gut zu macht war. Der Titel des Kunstwerkes: „Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen.“

Konsequenz der Museumsbetreiber aus dem Skandal von 2011 war eine Dienstanweisung an alle Putzkräfte, mindestens 20 cm Abstand zum Kunstwerk einzuhalten.

Es ist schwierig, Kunst immer als Kunst zu erkennen. Schauen Sie sich das Bild auf der u.a. Karte an. Wie könnte der Titel dieses Kunstwerkes lauten?

Kunst Schwebe

„Geringste Schwebe“
1995 gestaltete der Künstler Karl Herrmann das Bild
mit einer Schablonenspritztechnik

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