Warum setzte sich die Kunstsprache IDO nicht durch?

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Mit der beginnenden Globalisierung zur Jahrhundertwende, machten sich führende Köpfe Gedanken, wie die Verständigung zwischen den Ländern einfacher gestaltet werden kann. Eine Kunstsprache musste her, die jeder verstand, egal ob er Franzose, Spanier oder Russe war. Eine Form der Verständigung habe ich bereits hier vorgestellt.

Der Bedarf an einer Kunstsprache war groß. 1907 trafen sich Gelehrte, Professoren, Angestellte und Kaufleute und überprüften über 30 Kunstsprachen auf mögliche Mängel. Auch das Esperanto stand auf dem Prüfstand. Unter dem Pseudonym „IDO“ erläuterte der damalige Esperantoführer De Beaufront seine Sprache. Die erkennbaren Mängel sollten aber laut Beaufront erst mit der Einführung als Weltsprache verbessert werden. Das wurde abgelehnt. Esperanto und IDO gingen von nun an getrennte Wege.

IDO 1932

BERLIN N4 ap 29.4.32 20-21

Sieben Jahre wurde durch ein hochkarätiges Gremium geforscht, um eine Sprache zu finden, die einfach, klar, und logisch war. 1914 war man der Meinung, dass die Zeit reif sei, für eine Einführung als Weltsprache. Mit dem Erscheinen eines großen Wörterbuches wurde das Ende der Forschung an der Kunstsprache IDO eingeläutet. Vielleicht lag es am Beginn des Ersten Weltkrieges, oder auch an anderen Faktoren. Die Umsetzung der Sprache IDO ging nur langsam und schleppend voran. Als Weltsprache setzte auch sie sich nicht durch.

IDO 1942

GRIMMA b 20.11.42 -17
„Weltsprache IDO 1912“ – zu diesem Zeitpunkt wurde noch eifrig geforscht

IDO 1949

Der Text wurde in IDO geschrieben.

IDO 1949_RS

Rückseite der Karte, ebenfalls in IDO geschrieben.

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